Inklusion

Gemeinschaft

Der Herausforderung inklusive Strukturen zu schaffen, begegnete die Heinrich-Bußmann-Schule zunächst durch die Teilnahme am ruhrgebietsweiten Projekt „Inkluvision“ der Aktion Mensch als einzige Schule im Kreis Unna.

Inklusive Schulentwicklung bedeutet für die HBS gleichberechtigtes, chancengleiches Lernen für alle Schüler:innen. Bei der Entwicklung einer inklusiven Schulkultur sind alle am Prozess Beteiligte „Gewinner“ dieser Kultur, gleichzeitig aber auch in den Entwicklungsprozess miteingebunden: Vom Kollegium, über die Schulsozialarbeiter:innen, vom Sekretät bis zum Hausmeister, vom Schulleitungsteam bis zu den Eltern und natürlich den Schüler:innen selbst.

Auf dem Weg zu einer inklusiven Schule gewann die Heinrich -Bußmann-Schule im März 2013 und im April 2015 zweimal den ersten Platz beim Förderpreis für inklusive Schulentwicklung im Kreis Unna.

Die Kriterien lauteten bei der ersten Ausschreibung „willkommen heißender Umgang mit Heterogenität“, „Gestaltung inklusiver Lehr- und Lernprozesse“, sowie die „Kultur des Behaltens“. Die Entwicklung in den ersten beiden Kriterien wurde von der Jury ausdrücklich gelobt. Die erfolgreiche Einbindung einer integrativen Lerngruppe in ein Jugendtheaterfestival übertrifft Standards und zeigt auch den Willen, gelebte Inklusion außerhalb des schulischen Lernens bekannt und transparent zu machen“.

Bei der zweiten Ausschreibung lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung und Durchführung nachhaltiger Projekte zur Gestaltung inklusiven Schullebens.
In Zusammenarbeit mit den Sonderpädagog:innen entstand das Projekt „Mit Feuer und Flamme an der HBS“, ein ganzjähriges, feuerpädagogisches Projekt für 40 Schüler:innen. Feuer ist ein perfektes Medium zum Lernen.

Feuerpädagogik schafft Momente und Situationen des Lernens, der persönlichen Bereicherung, des Wohlbehagens. Als Ziele im Vordergrund stehen das Erkennen der eigenen Stärken, das richtige Einschätzen und Nutzen der eigenen Stärken sowie der Aufbau eines positiven Selbst- und Gruppenbildes. Übergeordnetes Ziel ist es, ein nachhaltiges Angebot der außerschulischen Förderung im Schulalltag zu implementieren, in dem die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Fähigkeiten neu erleben und weiterentwickeln. Dieses Projekt wurde im Schuljahr 2015/2016 an der HBS umgesetzt.

Unterstützung 2
Weitere Konzeptbausteine sind:

  • regelmäßige Teamsitzungen mit Fachkolleg:innenen und Sonderpädagog:innenen
  • SchiLf zum Thema „Inklusion in der Praxis“
  • differenziertes Lehrmaterial; oft in Eigenherstellung
  • Arbeit an differenzierten Curricula für zieldifferent zu unterrichtende Schüler:innen und die Erstellung eines Konzeptes zur inklusiven Schulentwicklung

Ergänzend zu diesen Ausführungen sieht das Konzept zur inklusiven Schulentwicklung an der HBS folgende Eckpunkte vor, die zum Teil auch erweiterter Ressourcen bedürfen:

  • Einsatz der Sonderpädagog:innenen im Klassenleitungsteam
  • Einsatz der Sonderpädagog:innenen in nicht mehr als zwei Klassen
  • Fest implementierte Diagnose- und Übergabebesuche an den abgebenden Grund- und Förderschulen
  • Die Parallelsetzung der Hauptfächer in der Erprobungsstufe, zusätzlich zur Differenzierung ab der Klasse 7, zur klassenübergreifenden Differenzierung von Schüler:innen mit Unterstützungsbedarf, ob durch AO-SF festgestellt oder nicht.

Aktuell arbeitet die HBS gemeinsam mit der Schulleitung, ihren Sonderpädagog:innenen, der Stadt Lünen und einem Raumkonzeptplaner an einem besonderen Raumkonzept für Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf um diese optimal zu beschulen und deren Ansprüchen gerecht zu werden.